Sicheres Fahrrad fahren in Gelnhausen ist eher schwierig bis unmöglich. Es gibt jetzt bald einen zweiten Fahrradstreifen in Gelnhausen. Wow. Allerdings denken viele AutofahrerInnen: Ach dann muss ich ja keinen Abstand halten. Etwas gutes hat das die schlechte Radinfrastruktur aber doch, denn die Jungs lernen immer sehr viele Schimpfwörter, wenn wir durch Gelnhausen fahren.
Es gibt ja andere Städte und Länder, die es uns vor machen. Aber die deutsche Politik ist ja schlauer als die NiederländerInnen oder die Pariser Bürgermeisterin, warum also gut erprobte und erforschte Projekte nicht als Beispiel nehmen? Wegen der armen Autos und es kostet Parkplätze. Und dann schreien/jammern ja auch immer noch die Handelsverbände, Stadtmarketingvereine und EinzelhändlerInnen. Die KundInnen bleiben ja weg, wenn sie nicht mit dem Auto ins Geschäft fahren können. Das ist zwar ziemlicher Quatsch. Aber das ist egal. Es geht ja ums heilige deutsche Blechle. Da muss das Klima schonmal Rücksicht nehmen. Und überhaupt, wenn es so warm wird, dann schafft man es ja auch gar nicht mehr zu Fuß oder mit dem Rad in die Geschäfte und Cafes, oder?
Was man übrigens völlig vergessen hat in Gelnhausen ist die Begrünung der neugemachten Straße mit Fahrradstreifen. Gut, das sich das Klima nicht verändert und es nicht wärmer wird in Zukunft. Da braucht man keine Bäume und keinen Schatten. Und bis die Straße fertig ist, dürfen die AutofahrerInnen natürlich selbstverständlich den Rad/Fußweg an der Bleiche nutzen, ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Der Bauhof hat einfach das Verbotsschild überklebt und alles ist super. Also außer für Familien mit Kindern, SchülerInnen, RentnerInnen die dort sehr zahlreich unterwegs sind. Da muss schon verständnis haben für das Heilige Blechle. Beten schadet dort auch nicht als FußgängerIn.
Es gibt noch viel zu tun, in Gelnhausen und der Welt. Also fangen wir im kleinen damit an. Unterstützen wir Demos, schauen wo wir selbst etwas tun können um möglichst wenig Schaden an unserer Umwelt anzurichten. Natürlich können wir nicht alleine die Welt retten, aber wir können es ja wenigstens versuchen.
Und jetzt nochmal ganz ernsthaft: Danke an die People for Future Gelnhausen für eure Arbeit und euer Engagement.
Er ist wohl der bekannteste Gelnhäuser. Geboren wurde er im Jahr 1834. Seine Kindheit verbrachte er in Gelnhausen.
Philipp Reis ist der Erfinder des Telefons. Allerdings wurde er damit zunächst nur in der Fachwelt bekannt, wirtschaftlich war das Telephon für Philipp Reis kein Erfolg (Wikipedia). Denn Deutschland war schon damals Deutschland und war dem technischen Fortschritt abgeneigt. So wie mit diesem Internet, von dem man ja bis heute nicht weiß, ob es sich durchsetzt. Neuland und so.
Für den wirtschaftlichen Erfolg sorgte dann ein Amerikaner. Graham Bell.
Hier in der Region geht die Ablehnung des Fortschritts übrigens weiter. Im Jahr 1922 lehnte man in Flörsbachtal im Spessart die „Lichtleitung ab“. Heute sind es genau dort Mobilfunk und Windräder. Ganz nach dem Motto: „Was der Bauer nicht kennt ….“ Traditionen sind so wichtig.
Der spätmittelalterliche Befestigungsturm wurde ursprünglich als Munitionslager genutzt und im Volksmund vom „Fratzenstein“ zum „Hexenturm“ umbenannt, weil er während der Zeit der Hexenprozesse als Gefängnisturm diente.
Ein Blick von oben auf die Gelnhäuser Altstadt und unweigerlich auch die Marienkirche. Da ich ja selbst nicht fliegen kann, habe ich das Riesenrad auf dem Barbarossamarkt genutzt. 🙂
Und hier der Blick in die andere Richtung. Die Peterskirche auf dem Obermarkt in Gelnhausen. Im Hintergrund sieht man den Großen Feldberg im Taunus.
Wenn man quasi auf dem Festgelände wohnt, dann kommt man um den Barbarossamarkt nicht rum. Ob man jetzt will oder nicht. Mit Kindern gibt es eh kein entkommen. Da muss alles ausprobiert werden.
Andere haben die Coca-Cola-Weihnachtstrucks, in Gelnhausen haben wir die Lichterfahrt der Hilforganisationen. Das finde ich deutlich besser und sorgt für genauso große Kinderaugen wie die kommerzielle Variante. Auch wenn es in diesem Jahr erst die zweite Auflage (wobei es an der Kinderklinik schon im Jahr zuvor eine kleine Lichterfahrt gab) war, so ist es doch hoffentlich der Beginn einer schönen Tradition.
Mit dabei waren die Feuerwehren der Stadt Gelnhausen, das Technische Hilfswerk und das DRK Gelnhausen.
Seit 1924 gibt es das Kino in Gelnhausen. Einfach eine Institution in der Stadt. Klein, aber fein. Kein Multiplex, sondern einfach ein familiäres Kino und mittlerweile auch wieder guter Gastronomie.