Jan Lauer

Mache was mit Internet.
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Schlagwort: Handball

  • Videobeweis im Handball – gerechter, aber kacke

    Videobeweis im Handball – gerechter, aber kacke

    Im Handball gibt es ja den Videobeweis und ich bin immer noch kein wirklicher Freund davon. Ja, er macht den Sport ein Stück gerechter. Aber ich finde er nimmt ihm viel mehr. Er nimmt ihm den Moment und die Emotionen.

    Kein Schiedsrichter dieser Welt hätte den direkten Freiwurf von Miro Schluroff zurück gepfiffen. Und auch im Nordderby hätten die Schiris das Tor niemals zurück gepfiffen. Im ersten Fall waren es vermutlich 2cm die der Fuß in der Luft war, als der Ball die Hand vielleicht verlassen hat. Oder auch nicht. Für mich ist das auch nach Videobeweis nicht eindeutig. Und im Nordderby waren es bei der vorletzten Aktion zuviele Schritte, die aber im Rest des Spiels auch nicht interessiert haben.

    Das sind zwei extreme Beispiele und ja es sind spielentscheidende und damit ist es vielleicht gerechter. Aber wollen wir desen Sport? Nein, das ist ein Teil der mich vom Fußball noch weiter entfernt hat und er tut es auch beim Handball.

    Und was ich fast noch schlimmer finde, sind die Checks auf Disqualifikation. Handball lebt von der Härte, Handball lebt vom Kontakt. Und da passiert es eben mal, das eine Hand im Gesicht landet. Gerade bei der heutigen Geschwindigkeit im Handball. Aber es ist nicht jeder Gesichtstreffer zu bestrafen und für eine Disqualifikation muss für mich immer Absicht erkennbar sein. Ein unsportliches Verhalten. Das ist für mich viel zu oft nicht der Fall. Über die Bestrafungen bei Würfen von Außen will ich mich erst gar nicht aufregen.

    Was die Konsequenz aus den ganzen Videobeweisen und schnelleren Bestrafungen ist? Der Handball wird immer mehr zum Fußball. Da wird sich theatralisch Fallen gelassen, es wird geschrien. Es gibt Rudelbildungen. Einzig mit dem Ziel eine Bestrafung des Gegner zu erreichen. Das ist der falsche Weg. Die IHF will einen immer körperloseren Sport. Dann schafft den Handball einfach direkt ab.

  • Ein Blick auf Liga 3.

    Ein Blick auf Liga 3.

    Ich hatte ja in meiner Handball-Saisonvorschau schon mal genauer auf die dritte Liga schauen wollen. Aber irgendwie war mir das dann doch zu viel Glaskugel. Also habe ich ein paar Wochen gewartet und jetzt sind fünf Spiele gespielt und es gibt ein etwas klareres Bild.

    Ich werde als Gelnhäuser natürlich vor allem auf den TV Gelnhausen und die Südwest-Staffel schauen. Vielleicht mache ich das auch öfter mal. Mal schauen.

    Kleiner Einschub: Es heißt Gelnhäuser! Nicht Gelnhäusener, nicht Gelnhauser oder irgendwie anders. Gelnhäuser!

    Der TV Gelnhausen scheint genau da weiter zu machen wo er letzte Saison aufgehört hat. Personell gab es wenig Veränderung. Nur im Tor gab es eine externe Verstärkung mit Jan-Steffen „Bruno“ Minerva. Er ersetzt den jungen Daniel Drozdz. Und Bruno zeigte auch schon in den ersten Spielen, dass er eine echte Verstärkung ist und das im Tor etwas Erfahrung nicht schadet. Ansonsten werden die Nachwuchsspieler weiter heran geführt. Kurz vor Saisonstart kam dann etwas Unruhe auf, weil Erfolgstrainer Matthias Geiger plötzlich nicht mehr Trainer war. Die Mannschaft hat das aber scheinbar nicht beeindruckt. Nach der extrem knappen Niederlage gegen Hüttenberg im Pokal, läuft es in der Liga bisher wirklich gut. Auch wenn der Punktverlust gegen Saarlouis aus meiner Sicht genauso unnötig war, wie die Niederlage im Pokal und im Aufstiegsrundenfinale gegen Aue. Leider haben drei Mal die Nerven nicht mitgespielt und man hat sich ein besseres Ergebnis verbaut. Schade. Hoffentlich passiert das zukünftig nicht mehr, dann wird auch das wieder eine tolle Saison.

    Im Südwesten läuft sonst eigentlich alles wie erwartet. An der Spitze und bisher ungeschlagen sind Krefeld, Saarlouis und der TVG. Dahinter ist Leutershausen, dass am Wochenende gegen Gelnhausen überraschend deutlich verlor. Krefeld hatte bis jetzt aber das vermeintlich leichteste Auftaktprogramm, steht jetzt aber vor den Wochen der Wahrheit. Am 18.10. in Gelnhausen, danach gegen Saarlouis und dann in Leutershausen. Danach weiß man wo Krefeld wirklich steht.
    Longerich war ebenfalls hoch gehandelt, scheint aber im Moment vom Verletzungspech gebeutelt und musste den Sieg in der ersten Runde des DHB-Pokal teuer bezahlen. Mal schauen was da im Laufe der Saison noch geht. Ähnlich hoch wurde die HSG Hanau gehandelt, ich weiß zwar nicht wieso, aber egal. Der Saisonstart wurde aber mal richtig in den Sand gesetzt und auch hier darf man gespannt sein, ob die HSG nun ähnlich stark aufkommt wie in der vergangenen Saison. Aufsteiger Vallendar scheint im Moment abgeschlagen und recht chancenlos, Bayer Dormagen II ist ebenfalls aufgestiegen und noch sieglos, unterlag aber drei Mal nur mit einem Tor.

    Für die anderen dritten Ligen ist es mir noch zu früh. Auf den ersten Blick scheint das aber alles im Rahmen zu sein, oder?

    Gibt es andere Blogs/Seiten zur 3. Liga? Wo kann man sich noch informieren, außer bei handball-world.com?

    Denn was ja totaler Quatsch ist, ist dieses handball.net und seine Spielberichte. Reiner KI-Quatsch und völlig wertlos. Besonders absurd waren die Vorberichte/Berichte am ersten Spieltag. Wer baut sowas ein und denkt das könnte irgendeinen Mehrwert bieten?

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  • Handball-Bundesliga startet mit Vollgas & so wird es am 34. Spieltag aussehen

    Handball-Bundesliga startet mit Vollgas & so wird es am 34. Spieltag aussehen

    Nach meiner allgemeinen Handball-Saisonvorschau vor ein paar Tagen, schaue ich heute mal auf die HBL.

    Passend zum neuen Sponsor geht die Opel Handball-Bundesliga direkt mit voll durchgedrücktem Gaspedal und quietschenden Reifen los.

    Berlin startet gegen Melsungen, Magdeburg in Gummersbach. Am zweiten Spieltag geht es weiter mit Magdeburg gegen Berlin. Die Bundesliga geht also gleich in die Vollen.

    Wobei ja eigentlich jedes Spiel in der HBL Spannung verspricht und alles möglich scheint. Deshalb schauen wir doch direkt mal, wie es nach 34 Spieltagen aussehen wird:

    1. SC Magdeburg – wer sonst?

    2. MT Melsungen – der wohl stärkste MT-Kader aller Zeiten

    3. VFL Gummersbach – Tolle Verpflichtungen, super Trainer

    4. THW Kiel – Immerhin wieder Europapokal

    5. SG Flensburg/Handewitt – Ja, nun. Alles und nix geht in dieser Saison

    6. Rhein-Neckar Löwen – Der Weg nach oben ist mühsam. Schritt nach vorne

    7. Füchse Berlin – eine gebrauchte Saison, Superstars schaukeln sich 27/28 die Eier

    8. TVB Stuttgart – Großer Schritt nach vorne

    9. TBV Lemgo – Eine normale Saison

    10. Frischauf Göppingen – Weiterer Schritt nach vorne, wenn auch nicht in der Tabelle

    11. TSV Hannover-Burgdorf – Viele Fragezeichen vor der Saison und auch danach

    12. HC Hamburg – Neuer Name und sonst?

    13. HSG Wetzlar – Frühzeitige Rettung nachdem Herzschlagfinale

    14. THSV Eisenach – Gut das Eisenach auch 17 Heimspiele hat und nicht nur Ausswätsspiele

    15. SG BBM Bietigheim – Knapp, aber am Ende geht es ins 2. Bundesligajahr in Folge

    16. Bergischer HC – Knapper Kader und Europacup sorgen fast für den Abstieg

    17. HC Erlangen – Niemand braucht die grauste Maus der Bundesliga. Ok, hier ist der Wunsch Vater des Gedanken

    18. HBW Balingen-Weilstetten – Ich mag die Gallier, aber es reicht leider nicht.

    Und wie seht ihr das?

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  • Handball – es geht wieder los

    Handball – es geht wieder los

    Nach gut zwei Monaten Sommerpause geht endlich die Saison wieder los. Früher war das die Zeit in der man langsam die taktische Verletzung „auskurieren“ musste und richtig ins Training einsteigen sollte., damit man beim ersten Spiel auch mitwirken durfte. Aber im Leistungssport ist das natürlich etwas anders. Also schauen wir auf den (Halb-)profibereich:

    Am Freitag ging die erste Runde des DHB-Pokal los. Der TV Gelnhausen hatte den Zweitligisten aus Hüttenberg am Rande einer Niederlage. Verpasste aber die Sensation, zog sich aber achtbar aus der Affäre. Immerhin hat mit dem Longericher SC ein Drittligist den Einzug in die 2. Runde geschafft. Der Modus im DHB-Pokal bleibt komisch und für mich falsch. Immerhin treten jetzt auch wieder Erstligisten in Runde 1 an.

    Ein bisschen genauer schaue ich vielleicht in den nächsten Tagen auf die dritte Liga. Da sind ja noch ein paar Tage bis zum Saisonstart Anfang September.

    Die Handball-Bundesliga startet am Donnerstag in die Saison 2026/2027. Der superwichtige Supercup fand am Wochenende in München statt. Magdeburg hat gewonnen und ist wohl auch der Topfavorit auf den Meistertitel. Aber auch hier mehr in den nächsten Tagen.

    Bei den Frauen fand am Samstag ebenfalls der Supercup statt. Blomberg/Lippe setzte sich knapp gegen den BVB durch, wie schon im Meisterschaftsfinale. Viel deutet daraufhin, dass dies auch in der kommenden Saison der HBF wieder das Duell um den Titel sein wird. Oder können Bensheim und der Thüringer HC eingreifen?

    Die 2. Bundesliga bei den Männern ist wohl die dritt- oder viertstärkste Liga der Welt. Im Moment macht sie aber vor allem wegen Nordhorn/Lingen, den Ungereimtheiten bei der Lizenzierung und einer möglichen Insolvenz Schlagzeilen. Ich wage mal die Prognose: Liga 2 beendet die Saison nicht mit 18 Teams.Topfavorit auf den Aufstieg dürften die Bundesligaabsteiger sein. Allen voran der SC DHFK Leipzig mit einem Kader fast auf Bundesliganiveau. Der Abstiegskampf dürfte wieder spannend werden und es wird eher keine Mannschaft geben die extrem abfällt, wie in der vergangenen Saison Oppenweiler/Backnang.

    Die Frauennationalmannschaft spielt im Dezember die Europameisterschaft in Halbeuropa (in Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Türkei). Es wird spannend ob das Team von Markus Gaugisch nach der Vizeweltmeisterschaft im vergangenen Jahr ein ähnlich starkes Turnier spielen wird/kann.

    Im Januar findet dann 20 Jahre nach dem Weltmeistertitel wieder mal eine Handball-WM in Deutschland statt. Deutschland zählt sicher zu den Mitfavoriten, wenn Dänemark das zulässt und auch mal einen schlechten Tag hat.

    Ich sehe in beiden Turnieren übrigens ein Problem. Es ist nicht gut, das ein Turnier fünf Ländern gespielt wird. Aber es auch nicht gut, wenn Turniere gefühlt nur noch in Deutschland oder Dänemark stattfinden. Beides ist für den Handball nicht gut. Und der hat im Moment ja eh schon große Schwierigkeiten sich im olympischen Programm zu halten. Die große Frage ist, was hier die Lösung oder zumindest Schritte zu einer Lösung sein können. Vielleicht habe ich demnächst auch noch Lust darüber zu schreiben.

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  • Keine Zeit – Ein Juni-Rückblick

    Keine Zeit – Ein Juni-Rückblick

    Puhh, irgendwie war es in den letzten Wochen (eigentlich Monaten) so voll, das dieses Internet etwas zur Seite treten musste.

    Also schauen wir mal auf den Juni im gesamten zurück.

    Los ging es mit einem Umzug. Nach 18 Jahren raus aus der alten Wohnung, rein in ein neue Wohnung. Endlich ein Zimmer für jedes Kind. Aber wie anstrengend ist so ein Umzug!?

    Am Ende der Kraft und Nerven ist noch ganz schön viel Umzug übrig.

    11. June 2026, 17:29 0 Boosts 0 Favoriten

    Ich war in den letzten Jahren unzählige Mal Helfer bei den Umzügen meiner Brüder, aber so ein eigener Umzug ist schon ne andere Nummer. Aber das ist jetzt auch geschafft. Die alte Wohnung übergeben und wir kommen langsam an.

    Ich werde echt alt… Stehe um kurz vor 9 Uhr am Wertstoffhof in der Schlange. So richtig kartoffelig….

    13. June 2026, 6:59 0 Boosts 1 Favoriten

    Mitten im Umzug hat Finn angefangen mit Handball. Er hatte Mitte Juni sein erstes Turnier mit der F-Jugend des TVG. Ein toller Moment für ihn. Und alle sind froh, dass er nicht Fußball spielt. 🙂

    Niklas überlegt noch. Er möchte irgendwie auch, aber auch nicht so richtig. Er will fast lieber Schiri werden, aber dafür ist er noch zu jung.

    Was beide aber lieben sind die Besuche bei den Heimspielen der ersten Mannschaft des TVG in der 3. Liga Südwest. Fast wäre es ja sogar die 2. Bundesliga geworden. Irgendwie schade, aber vermutlich besser so. Oder wie ich in diesen Kurznachrichten schrieb:

    31. May 2026, 19:36 1 Boosts 1 Favoriten

    Und dann ist für Niklas ja auch schon das zweite und für Finn das erste Schuljahr um und „wir“ haben Sommerferien.

    Passend dazu haben wir auch eine Hitzewelle. Im Moment macht diese zwar zum Glück eine Pause, aber das war schon heftig bis zum Sonntag. Ich vertrage Hitze eigentlich ganz gut und habe auch keine Probleme bei 30°C Sport zu machen. Aber das war schon eine andere Nummer, vor allem weil es auch in der Nacht nicht angenehmer wurde und der Körper sich erholen konnte. Da kommt was auf uns zu. Und das schlimme ist: Die Politik interessiert das einen Scheißdreck. Klimawandel und Klimaschutz interessiert die aktuelle Bundesregierung nicht. Im Gegenteil.

    Aber ich wollte mich ja weniger über Politik aufregen. Deshalb schauen wir lieber was es so zu essen gab:

    Wichtiger als sich über Politik zu ärgern, ist es die Demokratie zu verteidigen. Hand auf Herz e.V. hatte wieder eine Lesung organisiert. Dieses Mal war Angelique Geray im Lorbass/Gelnhausen zu Gast und las aus ihrem Buch „Undercover unter Nazis – Als Frau im Herz der rechtsextremen Szene“. Und obwohl es der erste wirklich heiße Tag und Sommerabend war, war das Lorbass voll. Das war ein ermutigendes Zeichen! Hoffentlich war es nicht die letzte Lesung im Lorbass.

    Womit wir dann doch wieder bei der Politik wären. Denn kurz nach der Lesung stellte die Gesellschaft für Freiheitsrechte das Gutachten zum AFD-Verbot vor. Wenig überraschend für mich und viele andere:

    Nach einem Jahr Prüfung ist unser Gutachten fertig: Die AfD ist nachweislich verfassungswidrig.

    GFF

    Doch was folgt jetzt daraus? Die Politik wird weiter diskutieren und prüfen. Man wird weiter der Meinung sein, dass man die Rechtsextremen stellen muss, sie entzaubern. Das hat schon mal nicht funktioniert. Ist Deutschland wirklich so dumm? Offensichtlich…

    Und jetzt rein in den Juli. Mit vielleicht auch mehr Zeit fürs bloggen. Mal schauen. Bleibt cool.

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  • Handball – Aktueller Spielstand: 954: 828

    Handball – Aktueller Spielstand: 954: 828

    Und ja, das ist tatsächlich der Spielstand in einem Handballspiel. Und es ist noch nicht mal Halbzeit! Häh? Schaut doch selbst:

    In Hamburg läuft im Moment die „Totale Handball Eskalation“, ein 72-Stunden-Handball-Weltrekordversuch des TH Eilbeck Hamburg. Es spielt Team weiß gegen Team blau. Gespielt sind gerade 30 Stunden und 55 Minuten (Samstag, 23.5.26 um 22:55)

    Wenn man es runter rechnet, dann sind wir bei einem Spielstand von 31:27 pro Stunde. Also ein ganz normales Handballspiel. Dauert halt ein bisschen länger.

    Braucht es das? Sicher nicht, aber das ist ja egal. Alle Beteiligten haben offensichtlich großen Spaß und das zählt!

    Wer mehr über das Spiel erfahren möchte, der schaut auf die Eventwebseite des TH Eilbeck, natürlich bei Handball-World oder hört in den Podcast von FOM rein.

    Achja, mittlerweile steht es 969:838. Team weiß kann also seine Führung weiter ausbauen. Bekommt Team blau noch mal die zweite Luft?

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  • Der Handball und das Problem mit der stärksten 2. Liga

    Der Handball und das Problem mit der stärksten 2. Liga

    Der deutsche Handball hat ein viele Probleme. Aber hier soll es erstmal nur um eins gehen und das ist das Problem mit der stärksten 2. Liga der Welt.

    Die Liga entwickelt sich immer weiter, es gibt Übertragungen bei DYN die qualitativ besser werden. Die Standards werden immer höher geschraubt. Und genau das wird offensichtlich immer mehr zum Problem. Denn die Zahl der potentiellen Aufsteiger aus der dritten Liga ist in diesem Jahr erschreckend gering. Es wird nun eine Aufstiegsrunde mit sechs Teams gespielt.

    Aus der 3. Liga Süd möchte in diesem Jahr kein Team aufsteigen.

    In der 3. Liga Süd-West möchte Saarlouis als aktueller Tabellenführer aufsteigen und mein TV Gelnhausen als zweiter der Tabelle hat auch eine Lizenz beantragt. Das war es dann aber auch. Hanau und der Longericher SC haben dankend abgelehnt und damit steht sechs Spieltage vor Rundenende schon fest wer an der Aufstiegsrunde schon fest wer teilnimmt. Für den TVG und Saarlouis ist das nicht ganz schlecht, man kann jetzt planen, gleichzeitig gilt es auch die Spannung hoch zu halten und kommen die Zuschauer trotzdem in die Halle? Wenn es um eigentlich nix geht und vielleicht (verständlicherweise) Spieler geschont werden?

    Einzig in der 3. Liga Nord-West wollen mit TV Emsdetten, ASV Hamm und dem TuS Vinnhorst drei Mannschaften potentiell aufsteigen.

    Wie groß ist eigentlich der unterschied zwischen Liga 2 und Liga 3? Die Gelnhäuser Neue Zeitung schrieb dazu in vor ein paar Tagen folgendes:

    Ein Vergleich sagt alles dazu aus: Ein durchschnittlicher Zweitligist verfügt über einen Spielerkader-Etat von rund 1,2 Millionen Euro. Der TV Gelnhausen hat unlängst offiziell bestätigt, dass sich der aktuelle Gesamt-Etat der Handball-GmbH, der Handball-Abteilung und des Förderkreises auf rund 650.000 Euro beläuft. Die originären Spielerkader-Kosten seien auf circa ein Drittel der genannten Gesamtsumme zu veranschlagen. Insofern würde ein Zweitliga-Aufstieg für den heimischen Renommierklub eine immense Herausforderung darstellen. Zumal in diesem Zusammenhang die strukturellen und kostenintensiven Anforderungen, welche die Handball-Bundesliga (HBL) an ihre Mitgliedsvereine stellt, auch noch zu beachten sind.

    Quelle: TV Gelnhausen muss mit Mammut-Aufstiegsrunde rechnen: Bis zu sechs Spiele!

    Die HSG Hanau hat ausführlicher erläutert, warum die Liga 2 im Moment nicht in Frage kommt. Auch dort werden vor allem die Anforderungen der HBL und das diese im Vergleich zu früher nochmal deutlich gestiegen sind angeführt. Der Schritt komme noch zu früh. (Quelle: GNZ)

    Der Schritt in die 2. Liga ist also riesig und teuer. Denn natürlich müsste der Kader verstärkt werden und rund herum viel getan werden. Das ist ein Wagnis, aber es ist notwendig diesen Schritt irgendwann zumindest zu versuchen. Liegt es an wirtschaftlich unsicheren Zeiten, dass in dieser Saison Vereine reihenweise verzichten oder gibt es ein großes Problem im Handball. Diese Frage sollten sich die Verbände (gemeinsam mit den Vereinen) dringend stellen und versuchen gegen zu steuern.

    Gleichzeitig ist die 2. Liga aber auch zu schwach. Den trotz allem ist es für die Aufsteiger in die 1. Bundesliga nur schwer möglich dort den Klassenerhalt zu schaffen, weil der Sprung nach oben eben auch zu groß ist.

    Ein ähnliches Problem wie in der dritten Liga scheint sich auch in der Regionalliga anzubahnen. Auch hier verzichten Mannschaften auf die Aufstiegschance.

    In der zweiten Frauen-Bundesliga gibt es in diesem Jahr keinen Absteiger, weil niemand aus der dritten Liga nach oben möchte bzw. kann. Auch hier ist das Geld wohl das Hauptproblem.

    Das ist ein fatales Signal auch an die SpielerInnen. Denn für was spielt man denn leistungsorientiert Handball, wenn nicht für Siege, Meisterschaften und Aufstiege? Wie fühlt man sich, wenn man sich das ganze Jahr den Arsch aufreißt um dann um den Lohn gebracht zu werden? Was ist die Folge davon? Verlassen dann Spieler mit höheren Zielen die Vereine und damit werden die Mannschaften schwächer, die Spiele weniger attraktiv und es kommen weniger Zuschauer, dadurch ist man weniger attraktiv für Sponsoren. Das könnte ein Teufelskreis werden.

    Wie könnte die Lösung aussehen? Ich bin ratlos.

    Update vom 10.04.2026:

    Mittlerweile gibt es noch zwei weitere Artikel bei Handball-World zu dem Thema.

    Der Trainer der HSG Konstanz würde die 3. Liga radikal aussortieren und auf zwei Staffeln reduzieren um die Qualität der Liga zu steigern und damit wohl den Sprung in Liga zwei kleiner zu machen. Die HSG Konstanz müsste es eigentlich wissen, denn hier pendelt man schon länger zwischen 2. und 3. Liga. Im Artikel kommt auch der Andreas Tiemann (Spielleitende Stelle der 3. Liga) zu Wort und ordnet das ganze ein. Eine Reduzierung der Liga hält er für möglich, weißt aber auch daraufhin, das damit die Kosten enorm steigen würden. Vor allem vermutlich durch höhere Reisekosten und mehr Spiele als bisher?

    Konstanz-Coach Bader: 3. Liga „radikal aussortieren“

    Heute ist noch ein Artikel mit einer Stellungnahme von HBL-Präsident Schwenker erschienen. Darin erklärt er das Problem aus Sicht der Bundesliga und auch diese Argumentation ist durchaus nachvollziehbar. Auch er bringt eine Reduzierung der 3. Liga ins Spiel um dort das Niveau zu heben und professioneller zu arbeiten und damit die Lücke zur zweiten Liga zu verkleinern.

    Vielleicht wäre eine Reduzierung der dritten Liga tatsächlich eine gute Lösung. Man könnte ja zunächst mal für ein paar Jahre auf 3 Staffeln gehen und dann eventuell auch die Aufstiegsrunde abschaffen in dem es drei Aufsteiger gibt. Oder?

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  • Handball-EM Kurznotiz 6 – Fertig, Aus, Vorbei

    Handball-EM Kurznotiz 6 – Fertig, Aus, Vorbei

    Finale – ein bisschen was fehlt

    Deutschland unterliegt knapp gegen Dänemark, auch wenn das Ergebnis vielliecht nicht so aussieht. Es hat nicht viel gefehlt. Ein bisschen Cleverness und Abgezockheit.

    Pfeifen im Walde

    Warum beschweren sich eigentlich soviele über das Pfeifen der dänischen Fans? Das ist doch nun wirklich kein Thema und gehört zum Handball und zum Sport irgendwo dazu. So lange es nicht so unterirdische Fangesänge wie bei beim Fußball oder Flensburg sind, ist doch alles fein. Wart ihr alle noch nicht in einer Halle bei einem Derby? Für die SpielerInnen gibt es nicht besseres, als in einem solchen Hexenkessel zu spielen, genau dafür machen sie den Sport. Kommt also mal klar. Und vor allem lasst euch beim nächsten Heimturnier nicht erwischen.

    Noch mehr Pfeifen: Schiedsrichter

    †Immer diese leidigen Debatten über die Schiris. Das ist ja manchmal schon ein Reflex. Ja, bei dieser EM waren auch wieder Gespanne dabei die nicht gut waren. Aber gerade in den deutschen Spielen war das eigentlich alles ok. Das im Spiel gegen die Heimmannschaft vielleicht der ein oder andere Pfiff eher zu Gunsten dieser ausfällt ist normal und hat uns auch schon geholfen. Das nächste Turnier ist ja wieder ein Heimturnier.

    Und was mir im Finale wirklich gut gefallen hat, dass die Schiedsrichter sich mal getraut haben nicht jede Berührung des Welthandballer zu bestrafen und sogar mal gegen ihn gepfiffen haben. Das haben wir im Turnier leider viel zu selten gesehen. Danke!

    Bundeskanzler hat nur für Männer Zeit

    Vor vier Wochen beim Finale der Frauen-WM hatte der Bundeskanzler keine Zeit für einen Besuch in Rotterdam. Genauso wenig wie der Präsident des Weltverband. Das ist schon bezeichnend, aber bei diesen beiden Personen erwarte ich eigentlich nichts anderes. Fehlbesetzungen. Das ist aber ein anderes Thema.

    Das ist übrigens nicht nur mir negativ aufgefallen, das war auch Thema im Podcast kreisab vor dem Finale

    TV-Rückblick und Ausblick

    Die Quoten der deutschen Spiele waren gut und haben sich im Verlauf des Turnier immer weiter gesteigert. Bis zu den fast 13 Millionen gestern im Finale. Damit ist jetzt schon klar, das Handball auch in den Jahreschart mit einem Topwert vertreten ist. Handball zieht im TV, wir müssen aber langsam die PS auf die Straße bzw. ins Internet bringen. Gut das es Leute wir Josefine, Jari, Tabea, Lena oder Rune gibt. Die Reichweiten der Spieler haben während des Turnier auch zu gelegt. Da geht noch mehr! Nicht nur bei den Nationalspielern, sondern auch in den Bundesligen!

    Und nun? Die nächsten Weltmeisterschaften der Männer/Frauen werden von Pro7/Sat1 übertragen. Ob das gut oder schlecht ist? Ich bin mir nicht sicher. Dort werden sicher andere Akzente als bei ARD/ZDF gesetzt. Warten wir es mal ab. Die Europameisterschaften bleiben bei ARD/ZDF. Handball-Fans (also nicht nur Turnier-Handball-Fans) haben in der Mehrzahl vermutlich ein DYN-Abo und werden dort richtig gut versorgt. Gibt es von DYN eigentlich irgendwo Quoten oder von sporteurope.tv (von der Frauen-WM)?

    Das war es mit meinen Kurznotizen zur EM. Ich pack den Notizblog ein. Hier sind die alten Ausgaben zum nachlesen:

    Ausgabe 5: Halbfinale, Auszeitkönig, English for Runaways
    Ausgabe 4: Wilder Dienstag, Klatschpappenpublikum, Kiesler
    Ausgabe 3: Alles super, Konzentration, Auf Wiedersehen
    Ausgabe 2: Deutschlands Pleite, Schweizer Rätsel
    Ausgabe 1: Die Eindrücke von den ersten beiden Tagen.

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  • Handball-EM Kurznotiz 5 – Halbfinale

    Handball-EM Kurznotiz 5 – Halbfinale

    Halbfinale – ich habe es ja immer gesagt

    †Nein, im Ernst. Ich war vor dem Turnier extrem skeptisch und nach dem Serbien-Spiel überzeugt, dass wir in der Vorrunde ausscheiden. Aber scheinbar war dieses Spiel dann doch eher so etwas wie das Polen-Spiel in der Vorrunde 2007. Schön! Jetzt werden wir Europameister und schlagen am Sonntag die Dänen in der eigenen Halle.

    Auszeitkönig Gislason

    Ja, die Auszeit gegen Serbien war bisher die Szene des Turnier. Heute gab es fast die gleiche Szene, nur das der Ball ohne die Auszeit von Alfred Gislason weg gewesen wäre. Und es ist vermutlich das Bild des Turnier, wie er grinst und sich freut. Im Interview nach dem Spiel sagte er dann, dass er schon oft diese Szenen hatte und einmal falsch gedrückt hat. Shit happes. Der Druck zur falschen Zeit hätte fast das Aus bedeutet. Heute rettert er vielleicht das Team.

    Hauptrunden-Gruppe 2 – was war das denn?

    Schweden erreicht nicht das Halbfinale und muss ins Spiel um Platz 5. Dafür gewinnt Kroation die Gruppe und Island wird Zweiter. Wirklich souverän war aber keine der Mannschaften in dieser Gruppe. Ich bin sehr auf die Halbfinals gespannt, ob das auch jetzt merkbar wird.

    Sänk you vor drävelling oder The situation was for us nothing

    Wenn es einen Videobeweis gibt, wird seit der Frauen-WM im Dezember die Entscheidung von den Schiris per Mikrofon bekannt gegeben. Das sorgt für Transparenz und dafür, dass man viele Schiedsrichter auf Englisch hört. Sascha Staat hat in seinem Podcast kreisab kürzlich schon angemerkt, dass das teilweise grauenhaftes Englisch ist und die Schiedsrichter da noch etwas üben müssen. Den Beweis dafür lieferte gestern ausgerechnet das deutsche Gespann:

    Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

    Ein Beitrag geteilt von Dyn Handball (@dynhandball)

    Ich schreibe in loser Folge ein paar Gedanken zur Handball-WM auf. Mal schauen wie oft.

    Ausgabe 4: Wilder Dienstag, Klatschpappenpublikum, Kiesler
    Ausgabe 3: Alles super, Konzentration, Auf Wiedersehen
    Ausgabe 2: Deutschlands Pleite, Schweizer Rätsel
    Ausgabe 1: Die Eindrücke von den ersten beiden Tagen.

    Mein aktueller Deutschland/EM-Tipp:

    Den Tipp passe ich immer mal wieder an. Man muss ja auch sehen wie sich so ein Turnier entwickelt. Mal sehen wohin. 🙂

    Deutschland wird Europameister.
    Europameister: Nicht Dänemark. s.o.

    Alle Infos rund um das Turnier findet ihr natürlich bei https://www.handball-world.news. Wer lieber hören mag, dem empfehle ich sowieso immer den Podcast Kreisab.de