Jan Lauer

Mache was mit Internet.
Ansonsten: #handball #papa #kochen #backen
#schwimmen #laufen #nazisraus #gelnhausen

Eine private Website

Schlagwort: digitales

  • Upps I #DIDit again – 2. Digitial Independence Day

    Upps I #DIDit again – 2. Digitial Independence Day

    Und schon ist der erste Monat des Jahres rum und wir haben den ersten Februar-Sonntag und damit den 2. Digital Independence Day.

    Ein bisschen Background zu Plattformen und Co. findet ihr in diesem Video von Leonhard Dobusch für MOMENT.at. Schaut es euch an, ich finde es lohnt sich:

    Auf meinem Weg zur Digitalen Souveränität habe ich in den letzten Wochen ein paar Dinge auf den Weg gebracht.

    Ich hatte noch verschiedene Daten in einer Dropbox und bei Google Drive liegen. Diese habe ich mittlerweile auf mein HiDrive umgezogen und damit sind die Daten nicht mehr bei einem US-Anbieter. Dropbox ist komplett gelöscht, Google Drive/One noch nicht, denn dort liegen noch mehre Tonnen Fotos und Videos. Da suche ich aktuell noch nach einer Lösung.

    Parallel dazu habe ich dieses Blog von Domainfactory (bei denen ich Kunde bin, seit sie 3Mark49 hießen) zu all-inkl umgezogen. Denn Domainfactory gehört mittlerweile zu GoDaddy, einem der größten Hostinganbietern der USA. Und genau da wollen wir ja eigentlich weg von. Der Irre in Washington und seine Schergen drehen ja täglich mehr am Rad. Und auch sonst wird der Service dort nicht besser und man zwingt Menschen auf diese komische Microsoft-Plattform.

    Das schöne bei all-inkl ist, dass ich mit ein paar Klicks Nextcloud installieren konnte und so probiere ich damit jetzt seit ein paar Tagen rum. Vielleicht ist das meine Lösung für die vielen, vielen Fotos und ihre Speicherung. Gleichzeitig wären dann auch mein Kalender und Kontakte dort drin. Eventuell auch die sonstigen Daten. Bis jetzt scheint mir das alles ganz gut zu funktionieren.

    Außerdem möchte ich meinen Pixelfed-Kanal mehr und dauerhaft bespielen. Das ist zwar noch kein Ersatz für Instagram, aber so schnell geben wir doch nicht auf, oder?

    Und dann ist da noch Spotify. Für die Musik (die ich nicht so regelmäßig nutze) suche ich noch nach einer Alternative. Aber Podcasts höre ich jetzt über die App AntennaPod. Damit sind rund 75% meiner Spotify-Nutzung schon mal in die Unabhängigkeit gewandert.

    Und wie läuft es bei euch mit der digitalen Souveränität? Was habt ihr für kleine oder große Schritte erledigt bzw. geplant?

    Fediverse-Reaktionen
  • Schneeflöckchen

    Bei mir im Browser ist seit ein paar Tagen das Snowflake-Plugin installiert und tut im Hintergrund seinen Dienst. Und es ist toll. Also nicht für mich. Ich merke davon nix, aber für andere Menschen auf der Welt. Zum Beispiel für ganz viele IranerInnen, die aktuell keinen Zugang zum Internet haben, weil ihre Regierung das nicht möchte.

    Und genau da kommt Snowflake ins Spiel. Snowflake und das Tor-Projekt sorgen dafür, dass Menschen z.B. im Iran (oder in China) die mit einem Tor-Browser surfen über ständig wechselnde IP-Adressen im Internet surfen können und die Blockaden ihrer Regierung umgehen können. Das Darknet ist eben nicht nur das böse Internet wo gehackt wird und illegales stattfindet. Das Darknet ist für zahlreiche Menschen lebenswichtig. Was kostet es mich? Ein kleines bisschen Bandbreite. Sonst nix.

    Wer es genauer wissen will, der findet hier einen Artikel vom WDR dazu (entdeckt über den großartigen D64-Ticker):

    Internetsperre im Iran: So kann man Menschen Netzzugang ermöglichen

    Bei mir waren es heute übrigens 15 Menschen, denen ich mit der kleinen Browsererweiterung helfen konnte.

    Bist du auch dabei?

    Fediverse-Reaktionen
  • Goodbye Amerika. #did und #dut

    Goodbye Amerika. #did und #dut

    Heute ist der erste DID – Digital Independence Day oder eben auf Deutsch der DUT – Digitaler Unabhängigkeits Tag. Jeden ersten Sonntag im Monat ist ab jetzt #DID. Den hat Marc-Uwe Kling (das ist der mit dem Känguru) auf dem 39th Chaos Communication Congress ausgerufen / vorgestellt und viele Organisation finden das eine tolle Idee und so findet der DID unter der Flagge von Save Social statt.

    Die Kurzversion habe ich auf die schnelle bei Youtube gefunden, das komplette Video gibt es auch konzernfrei auf der Seite des CCC: https://media.ccc.de/v/39c3-die-kanguru-rebellion-digital-independence-day

    Auf der Webseite Di.Day gibt es kleine und große Rezepte für mehr digitale Unabhängigkeit von den großen (oft amerikanischen) Techgiganten. Denn wenn wir im Moment eins lernen, dann das nichts mehr sicher ist und Flitzpiepe Trump mit seinen Vasallen alles in Schutt und Asche legen könnte, was bisher galt.

    Wir können nicht immer nur von digitaler Unabhängigkeit bzw. digitaler Souveränität reden, wir müssen ins tun kommen. Jeder von uns. Es geht beim DID nicht darum, direkt alles auf einmal umzuwerfen, sondern in Schritten. Einfach mal machen. Drüber nachdenken und weiter machen. Mal ist es der Browser, dann die Suchmaschine, bei jemand anders ist es endlich der Schritt weg von X hin zu Mastodon. Endlich der Wechsel von WhatsApp zu Signal.

    Ich habe in den letzten Jahren einige Schritte rein in die digitale Unabhängigkeit gemacht. Nicht immer nur aus diesen Gründen, sondern weil ich es zum Beispiel nicht eingesehen habe, einen neuen PC/Notebook zu kaufen, nur weil Microsoft das gerne hätte. Deshalb läuft heute Linux auf meinen Rechnern und ich vermisse nix. Sie sind deutlich schneller als noch unter Windows. Die Drucker zicken genauso rum wie bei Microsoft und in Kundenmeetings kann ich mich trotzdem über Microsoft aufregen, wenn ich dieses schrottige Microsoft Teams verwenden muss. Also ein guter Schritt.

    Vor einigen Zeit bin ich dann auch endlich wieder von Google Chrome zu einem anderen Browser gewechselt. Bei mir ist Vivaldi mittlerweile der Hauptbrowser auf allen Geräten (und es gibt Vivaldi wirklich für alle Systeme).

    Das ist auch mein Tipp für den ersten DID: Schaut euch Vivaldi an. Installiert und nutzt ihn: https://vivaldi.com/de/

    Ach ja, er synchronisiert auf Wunsch zwischen allen Geräten, hat ein Mailprogramm mit drin. Mastodon-Account gibt es auch dazu (wenn gewünscht). VPN mit einem Klick integriert. Kein KI-Quatsch. Und, und und. Als zweiter Browser läuft bei mir der Klassiker Mozilla Firefox auf allen meinen Geräten.

    Kleiner Seiteneffekt meines Browserwechsel: Ich nutze wesentlich weniger Google als Suchmaschine, denn bei Vivaldi war Ecosia installiert und ich wechsel im Moment immer mal zwischen Ecosia und anderen hin und her. Google ist auf dem Desktop nur noch dritte Wahl.

    Den Wechsel von X zu Mastodon habe auch schon vor längerer Zeit vollzogen. Aus den bekannten und offensichtlichen Gründen. Seid ihr da auch schon weg?

    Soll ich noch ein bisschen mehr von meinem Schritten in die digitale Souveränität berichten? Was habt ihr schon gemacht um unabhängiger von den großen Konzernen zu werden? Was ist euer nächster Schritt?

    p.s. SaveSocial (den Träger des DID) habe ich schon mal hier im Blog erwähnt. Anfang letzten Jahres im Rahmen von #sosollweb und der DID gehört da für mich mit rein: So soll Web.

  • Das Fediverse kurz erklärt

    Vor ein paar Monaten habe ich hier (Fedidings… Fediwas? Was ist eigentlich das Fediverse?)das Video von Elena Rossini geteilt, die Aktivistin erklärt in vier Minuten das Fediverse und warum wir es mehr nutzen sollten. Digitale Souveränität und so.

    Jetzt gibt es das Video auch in Deutsch:

    Fediverse-Reaktionen
  • D64 – Ein Wochenende in Weimar

    D64 – Ein Wochenende in Weimar

    Am letzten Wochenende war es nach sechs Jahren für mich mal wieder soweit. Die D64-Klassenfahrt stand an und soviel sei gesagt: Es war toll.

    Was ist D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt e.V. und was ist eigentlich die Klassenfahrt? All das findet ihr hier im Blogpost von D64 und auf der Webseite.

    Bin ich der Einzige der es toll fand? Ich denke nicht, denn Ossi war auch sehr angetan. Ossi war übrigens einer von vielen, den ich endlich mal in Person getroffen habe. Wir kannten uns davor nur aus diesem Internet.

    Weitere Eindrücke vom Wochenende gibt es auf der Fediwall. Es ist ja schließlich ein digitaler Verein.

    Aber jetzt noch ein bis zwei persönliche Anmerkungen.

    Ich habe es schon Mastodon geschrieben: D64 begeistert mich immer wieder aufs Neue. Ich war sechs Jahre nicht dabei, aber es war wie „früher“ bei der jährlichen Klassenfahrt aka Klausurtagung. Das Gefühl war direkt wieder da. Und das obwohl dieser Verein ein riesiges Wachstum hingelegt hat, der Vorstand in all den Jahren mehrfach gewechselt hat. Die Kultur ist gleich geblieben. Oder sogar noch besser geworden. Das finde ich toll und sehr bemerkenswert.

    Mittlerweile ist alles etwas professioneller geworden. Der Vorstand ist gewachsen und es gibt eine Geschäftsstelle, das merkt man an so einem Wochenende. Das Team der Geschäftsstelle hat alles super organisiert und gleichzeitig ist es immer noch eine Veranstaltung der TeilnehmerInnen.

    In diesem Jahr gab es zum ersten Mal eine Kinderbetreuung. Vor 12 Jahren in Hamburg waren wir rund 20 Menschen, davon eine Frau und jetzt waren wir gut 90 und die Frauenquote ist deutlich besser geworden. Und es gab eben eine eigene Kinderbetreuung. Welcher Verein bietet sowas? Ich glaube nicht so viele.

    Digitaler Faschismus und was wir dagegen tun können. Wichtiges Thema. #antifableibthandarbeit, aber eben nicht nur. #D64klassenfahrt

    25. October 2025, 9:20 0 Boosts 0 Favoriten

    Barcamp. Dachte ja das war gestern Abend an der Hotelbar. Aber was weiß ich schon. #D64klassenfahrt

    25. October 2025, 7:10 0 Boosts 2 Favoriten

    D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt e.V. klingt so hochtrabend, dabei ist das „nur“ ein bunt gemischter Haufen Menschen (aus ganz Deutschland, jeden Alters, verschiedener privater und beruflicher Backgrounds) und ich glaube genau das macht den Verein aus. Jeder bringt sich ein, wie er möchte und kann. Jeder ist relevant und daraus entstehen dann einfach gute Sache. Sollten wir vielleicht öfter so machen in der Gesellschaft.

    Danke, an die Laufgruppe am Samstag morgen für die kleine Runde durch Weimar. Auch das hat sehr viel Spaß gemacht.

    Danke, an alle die dabei waren und das Wochenende zu einem tollen Event gemacht haben. Es werden bestimmt keine sechs Jahre bis zur nächsten Klassenfahrt!

    Zu einem Besuch in Weimar gehört aber noch etwas anderes dazu. Ein Besuch im ehemaligen KZ Buchenwald. Ich war mit Angelika und Julian am Freitag vor Beginn der Klassenfahrt für rund drei Stunden dort. Wir haben an einer sehr guten Führung über das Gelände teilgenommen und die Ausstellung besucht. Ein bewegender Besuch. Und ein starker Bruch zum tollen Wochenende. Aber das gehört dazu. NIE WIEDER ist jetzt.


    Titelbild CC-BY 3.0 D64 Falko Ortolf

    Fediverse-Reaktionen