Jan Lauer

Mache was mit Internet.
Ansonsten: #handball #papa #kochen #backen
#schwimmen #laufen #nazisraus #gelnhausen

Autor: Jan Lauer

  • Handball, Frauen und das große Desaster

    Handball, Frauen und das große Desaster

    In diesem Jahr sollte eigentlich ein Jahr zum Feiern für die handballspielenden Frauen und alle Handballfans werden. Denn immerhin haben wir in ein paar Monaten eine (halbe) Heim-Weltmeisterschaft.

    Aber vor zwei Wochen platzte in Ludwigsburg die Bombe und die HB Ludwigsburg meldete Insolvenz an. Und am Montag kam dann der nächste Schlag: Die Spielerinnen sind nicht mehr an die Verträge gebunden und können sofort wechseln. Die Rettung ist gescheitert, vielleicht kann man noch mit einem Rumpfteam in der HBF an den Start gehen. Und wir reden hier ja nicht von irgendeinem Verein, sondern dem erfolgreichsten der letzten Jahre. Scheinbar ist es in Deutschland nicht möglich auf einem professionellen Niveau Leistungssport zu betreiben, zumindest nicht wenn man eine Frau ist. Das ist traurig.

    Seit einigen Monaten gibt es bei Handball-world regelmäßig die sehr lesenswerte Kolumne „Her Side of the Game“ von Josefine Schneiders. Heute ist ein neuer Text zu Ludwigsburg und den möglichen Lehren daraus erschienen.

    Der Fall Ludwigsburg(s): Schock, Wut, Ungewissheit, und was jetzt passieren muss

    Ich finde da steckt sehr viel richtiges drin und es ist unbedingt notwendig endlich Veränderungen zu erreichen. Sonst sieht es mit dem Frauen-Handball und dem Handball allgemein bald noch sehr viel düsterer aus. Lest diese und die anderen Kolumnen!

    Es muss sich etwas verändern und zwar politisch, gesellschaftlich und auch auf Verbandsebene. Es braucht Sponsoren die sich zum Handball und vor allem zur Frauen-Bundesliga bzw. den Vereinen bekennen. Und natürlich braucht es auch eine Professionalisierung bei den Vereinen, aber da sind wir wohl wieder beim Henne/Ei-Problem. Wie professioneller werden, wenn kein Geld da ist.

    Aber wir können alle was tun, jeder einzelne Handballfan:

    Geht in die Hallen!

    Besucht doch mal den Bundesligisten in der Nähe. Unterstützt damit die Vereine und SpielerInnen! Es ist deutlich günstiger als ein Besuch eines HBL-Spiels, aber der Sport ist genauso gut.

    Folgt den Teams!

    Folgt den Teams und den Spielerinnen auf Social-Media. Zeigt ihnen das der Content interessiert und steigert die Reichweite der Beteiligten. Auch das hilft den Vereinen und Menschen bei der Vermarktung und für euch ist es kein Aufwand!

    Schaut die Spiele auf DYN!

    Ihr habt ein DYN-Abo? Dann schaut die Spiele der Handball-Bundesliga der Frauen auf DYN. Es lohnt sich! Die Qualität der Übertragung ist zwar leider oft noch grenzwertig und die Kommentatoren kommen immer vom Heimverein. Aber die Spiele machen trotzdem Spaß und sind unterhaltsam. Also ruhig mal rein schauen. Ich habe im letzten Jahr soviel Frauenhandball geschaut wie noch nie. Probiert es mal aus.

    Und was können wir noch tun? Habt ihr Ideen, dann schreibt es in die Kommentare.

    Ich bin übrigens gar nicht so sicher, ob das wirklich nur die Frauen beim Handball betrifft, oder ob die Lage bei den Männern nicht genauso fragil ist. Man muss nur nach Hamburg schauen, dort wird regelmäßig ums Überleben gekämpft und auch andere Vereine (z.B. die Rhein-Neckar-Löwen) haben so ihre Probleme. Es hängen vermutlich nur mehr Nullen an den Zahlen.
    Aber das ist ein anderes Thema. Genauso wie die Entwicklung des Handball, außerhalb Europas. Da schauen wir vielleicht auch mal drauf. Wenn ich Lust und Zeit habe.

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  • Gelnhausen aus Playmobil!?

    Gelnhausen aus Playmobil!?

    Im Museum der Stadt Gelnhausen gibt es seit Ende Juni (bis Jahresende 2025) eine Sonderausstellung „Playmobil Stadtgeschichte(n)“ des Künstler Oliver Schaffer aus Hamburg.

    Mit über 5000 Figuren werden Szenen aus der Stadtgeschichte Gelnhausens nachgestellt. Manche in kleinen Vitrinen, andere in metergroßen Schaukästen wie zum Beispiel die Kaiserpfalz oder der Obermarkt in Gelnhausen am Gelnhäuser Hageltag.

    Ich bin ja ein Lego-Kind und deshalb diesen Figuren und Teilen etwas skeptisch gegenüber. Aber sowas lässt man sich ja dann doch nicht entgehen. Wir waren im Rahmen der Stadtrechtsfeier zu Besuch im Museum. Werden aber mindestens noch einmal in die Playmobilwelt eintauchen.

    Was mich wundert ist, dass man mit Playmobil scheinbar nicht näher ans Original ran kommt. Das ist schon sehr frei nachgebaut. Vermutlich geht es aber durch die vorgefertigten Teile nicht besser. Ohne Beschriftung muss man da wirklich manchmal raten, was man da jetzt sieht.

    Lohnt sich die Ausstellung? Definitiv. Es gibt soviel zu entdecken. So soll zum Beispiel in jedem Diorama ein Telefon versteckt sein. Denn wie der aufmerksame Leser dieses Blogs ja weiß, wurde Philipp Reis in Gelnhausen geboren. Vor allem mit Kindern lohnt sich der Besuch, es gibt auch noch zwei kleine Playmobilspielecken. Aber auch große Spielkinder aka „Erwachsene“ kommen nicht zu kurz und es gibt ja noch „normalen“ Teil des Museums und auch der lohnt sich für die Groß und Klein sowieso immer. Also geht ins Erlebnismuseum Gelnhausen.

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  • Diese ganzen Fritzchen-Witze gibt es doch nur, weil wir diese Witzfigur als Kanzler haben. Und sie sind genauso wenig lustig wie Fritzchen Merz.

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  • Ich geh die Wand hoch.

    Ich geh die Wand hoch.

    Öfter mal was neues. Heute zum ersten Mal in meinem Leben geklettert. Also eigentlich heißt der Sport ja Bouldern. Also irgendwie maximal 4m hoch und ohne Sicherung. Ich wollte nur Niklas begleiten und ein bisschen zugucken, aber es hat doch in den Fingern gejuckt, also hab ich mir auch ein paar Schuhe geschnappt und bin die Wände der Boulder Church in Bad Orb (Instagram: @boulder_church) hoch gelaufen. Das ging deutlich besser als erwartet, wenn man das 46 Jahre lang nicht gemacht und doch eine dreistellige Zahl an Kilos mitbringt.

    Das war sicher nicht das letzte Mal. Auch wenn mir morgen vermutlich alles weh tut und ich Muskeln entdecke, wo ich nie welche vermutet hätte. Etwas Krafttraining könnte in Zukunft sicher nicht schaden.

    Ich finde übrigens so geht Kirche, ohne dieses ganze Jesusgedöns, einfach nur Sport. Tolle Sache da in Bad Orb und es heißt nicht mal irgendwas mit Alea und ein Strauß ist auch nicht zu sehen. Überraschend. Ach und ich war der Älteste. Auch das ist in Bad Orb überraschend.

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  • Deutschland jammert

    Deutschland jammert über das Wetter. Es ist zu heiß. Dabei sind es gerade einmal 38° Grad heute. Darüber werden wir in 10-15 Jahren vermutlich lachen.

    Deutschland jammert über die Wärmepumpe. Deutschland jammert über hohe Spritpreise, über Parkplätze die wegfallen, wenn man eine Stadt fahrradfreundlicher gestaltet oder gar an das veränderte Klima anpasst. Deutschland jammert über die Grünen. Deutschland jammert natürlich über das Gendern. Warum? Weiß keiner so genau.

    Deutschland jammert über Flüchtlinge. Von denen in Zukunft ein guter Teil nach Europa flüchtet, weil der Klimawandel in ihrer Heimat ein Leben unmöglich macht, wird ignoriert.

    Deutschland jammert über 1000 andere Dinge.

    Deutschland jammert gerne und ändert deshalb nix. Außer jammern.

    Ich geh weinen.

  • 855 Jahre Gelnhausen – Stadtrechtsfeier 2025

    855 Jahre Gelnhausen – Stadtrechtsfeier 2025

    Heute waren wir auf der Stadtrechtsfeier in Gelnhausen. Die letzte ist Corona zum Opfer gefallen und die Kids lieben natürlich Ritter und Co. Also gab es kein Entkommen.

    Im Vorfeld gab es „in diesem Internet“ einige Diskussionen über die Eintrittspreise. Erwachsene haben im Vorverkauf 15,- € gezahlt (vor Ort 18,- €), Kinder bis 16 Jahre waren frei. Natürlich ist das nicht wenig, wenn man mit einrechnet, das man dafür auch kostenlos das Museum der Stadt und die Kaiserpfalz besuchen konnte, dann relativiert sich der Preis doch erheblich.

    Im Museum wurde zudem die neue Playmobil-Ausstellung „Playmobil Stadtgeschichte(n)“ eröffnet. Dazu aber in einem eigenen Beitrag demnächst mehr. Die Ausstellung ist noch bis Ende 2025 zu sehen.

    Highlight für die Kinder waren (neben dem Playmobil im Museum) natürlich das Ritterturnier und die Schwertkämpfe. Diese fanden auf der Müllerwiese statt.

    Da wir zum Glück in der Innenstadt zwischen dem Festplätzen wohnen, war dank einer ausgiebigen Mittagspause auch die Hitze kein größeres Problem. Vermutlich hat die Hitze viele potentielle Besucher abgeschreckt, zumindest war in unseren Augen der Andrang nicht riesig.

    Ich verstehe immer noch nicht ganz, warum man den 855. Geburtstag feiern muss. Warum es alle 5 Jahre so ein Fest braucht. Aber gut. Schön war es ja trotzdem und wenn es der Stadt Gelnhausen hilft, dann soll es mir recht sein.

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  • Gelnhausen und seine Koordinaten

    Gelnhausen und seine Koordinaten

    Es soll ja Leute geben, denen manchmal die Koordinaten verloren gehen. Für diese ist in Gelnhausen am Brunnen auf dem Obermarkt gesorgt.

    Denn dort gibt es einen GPS-Referenzpunkt.

    50° 12′ 10“ Nördliche Breite
    9° 11′ 25“ Östliche Länge
    Höhe 157,8m über NN

    Und wer sich die Gelnhäuser Altstadt auf die Schnelle anschauen will, der kann das hier tun:

  • Sommernachtslauf am Hufeisen

    Sommernachtslauf am Hufeisen

    Zum zweiten Mal war ich dabei und ich mag den Lauf einfach. Knapp 300 TeilnehmerInnen, eine schöne Strecke und alles mitten im Wald. Kein Schnickschnack, einfach Laufen. Am Ende ein Zieltrichter und manuell gestoppte und notierte Zeiten. Nix elektronische Zeitmessung oder RFID-Chip auf der Startnummer.
    Und weil ich den Lauf mag, war selbst die Temperatur von 25° Grad im 19 Uhr nicht so unangenehm. Danke an das @laufteam_gelnhausen und @laufwerkgn für die wunderbare Organisation.

    Die ersten Kilometer war ich jeweils 15 Sekunden schneller als letztes Jahr und am Ende auch, aber zwischendrin hat die Hitze wohl doch zugeschlagen, da war der Wurm drin. Egal, wir machen das ja zum Spaß und eine ähnliche Zeit wie letztes Jahr ist auch ok. Vor allem habe ich gemerkt, dass ich bergauf immer wieder zu den Läufern aufgelaufen bin, die mich bergab überholt haben. Das mit runterlaufen ist wohl nicht so meins. Am Ende waren es offiziell 35:40 und Platz 88. In der Altersklasse Platz 27

    Jetzt steht erstmal kein weiterer offizieller Lauf auf dem Plan, einfach raus gehen, laufen, fertig. Im September ist dann wieder Stadtlauf in Hanau und im November der Heartbeat Ultra in Fulda. Wenn sehe ich dort? Wo „muss“ ich teilnehmen? Schreibt einen Kommentar oder eine Nachricht!

    #sommernachtslauf#kinzigtallaeuft#laufen#papaspinnt#papaläuft#running#waldlauf

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  • Spessarthelden 2025 – Laufen gegen Gewalt

    Spessarthelden 2025 – Laufen gegen Gewalt

    Am letzten Sonntag war der 5. Spessarthelden-Lauf des Tugce Albayrak e.V. in Bad Soden-Salmünster. Der Lauf geht auf einer flachen fünf Kilometer langen Runde vom Kurpark durch Bad Soden und dann durch die Kinzigaue nach Salmünster und von dort wieder zurück nach Bad Soden in den Kurpark.

    Vor zwei Jahren war das mein erster Lauf überhaupt (damals bin ich die 5km in 33 Minuten gelaufen) und es ist schon verrückt, wieviel ich seit dem gelaufen bin. Ich bin über 10km an den Start gegangen und war 55 Minuten nach dem Startschuss im Ziel (Nettozeit: 55:06, Platz 65 Gesamt). Meine Uhr sagt, ich bin mit 53:31 eine neue Bestzeit über 10km gelaufen und sagt es waren 10,28km.
    Es war aber ganz schön schwül, sonst wären vielleicht noch 2-3 Minuten weniger drin gewesen. Aber irgendwas ist ja immer.

    Das Motto lautet und erinnert an den tragischen Tod von Tugce Albayrak vor 11 Jahren in Offenbach. Ein Fall der damals nicht nur in der Region viele Menschen sehr bewegt hat. Tugce starb, weil sie Zivilcourage zeigte und zwei anderen Menschen geholfen hat.

    Danke an die Organisatoren für diesen Lauf. Wie wichtig er ist, sieht man täglich wenn man die Nachrichten liest/hört/sieht. Es ist toll das es in jedem Jahr mehr Teilnehmer werden. In diesem Jahr waren über 1000 Menschen angemeldet.

    Und am Mittwoch geht es direkt weiter, dann steht der Sommernachtslauf des Laufteam Gelnhausen auf dem Plan. Eine schöne, profilierte Runde durch den Wald am Hufeisen. Ich freu mich drauf. Eine Steigung am Anfang kenne ich von meiner „bewegenden Mittagspause“ in den Stadtwald von Gelnhausen und danach macht es nur noch Spaß durch den Wald in Linsengericht-Eidengesäß zu laufen.


    #spessartheldenlauf #papaläuft

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