Jan Lauer

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Schlagwort: 3. Liga

  • Ein Blick auf Liga 3.

    Ein Blick auf Liga 3.

    Ich hatte ja in meiner Handball-Saisonvorschau schon mal genauer auf die dritte Liga schauen wollen. Aber irgendwie war mir das dann doch zu viel Glaskugel. Also habe ich ein paar Wochen gewartet und jetzt sind fünf Spiele gespielt und es gibt ein etwas klareres Bild.

    Ich werde als Gelnhäuser natürlich vor allem auf den TV Gelnhausen und die Südwest-Staffel schauen. Vielleicht mache ich das auch öfter mal. Mal schauen.

    Kleiner Einschub: Es heißt Gelnhäuser! Nicht Gelnhäusener, nicht Gelnhauser oder irgendwie anders. Gelnhäuser!

    Der TV Gelnhausen scheint genau da weiter zu machen wo er letzte Saison aufgehört hat. Personell gab es wenig Veränderung. Nur im Tor gab es eine externe Verstärkung mit Jan-Steffen „Bruno“ Minerva. Er ersetzt den jungen Daniel Drozdz. Und Bruno zeigte auch schon in den ersten Spielen, dass er eine echte Verstärkung ist und das im Tor etwas Erfahrung nicht schadet. Ansonsten werden die Nachwuchsspieler weiter heran geführt. Kurz vor Saisonstart kam dann etwas Unruhe auf, weil Erfolgstrainer Matthias Geiger plötzlich nicht mehr Trainer war. Die Mannschaft hat das aber scheinbar nicht beeindruckt. Nach der extrem knappen Niederlage gegen Hüttenberg im Pokal, läuft es in der Liga bisher wirklich gut. Auch wenn der Punktverlust gegen Saarlouis aus meiner Sicht genauso unnötig war, wie die Niederlage im Pokal und im Aufstiegsrundenfinale gegen Aue. Leider haben drei Mal die Nerven nicht mitgespielt und man hat sich ein besseres Ergebnis verbaut. Schade. Hoffentlich passiert das zukünftig nicht mehr, dann wird auch das wieder eine tolle Saison.

    Im Südwesten läuft sonst eigentlich alles wie erwartet. An der Spitze und bisher ungeschlagen sind Krefeld, Saarlouis und der TVG. Dahinter ist Leutershausen, dass am Wochenende gegen Gelnhausen überraschend deutlich verlor. Krefeld hatte bis jetzt aber das vermeintlich leichteste Auftaktprogramm, steht jetzt aber vor den Wochen der Wahrheit. Am 18.10. in Gelnhausen, danach gegen Saarlouis und dann in Leutershausen. Danach weiß man wo Krefeld wirklich steht.
    Longerich war ebenfalls hoch gehandelt, scheint aber im Moment vom Verletzungspech gebeutelt und musste den Sieg in der ersten Runde des DHB-Pokal teuer bezahlen. Mal schauen was da im Laufe der Saison noch geht. Ähnlich hoch wurde die HSG Hanau gehandelt, ich weiß zwar nicht wieso, aber egal. Der Saisonstart wurde aber mal richtig in den Sand gesetzt und auch hier darf man gespannt sein, ob die HSG nun ähnlich stark aufkommt wie in der vergangenen Saison. Aufsteiger Vallendar scheint im Moment abgeschlagen und recht chancenlos, Bayer Dormagen II ist ebenfalls aufgestiegen und noch sieglos, unterlag aber drei Mal nur mit einem Tor.

    Für die anderen dritten Ligen ist es mir noch zu früh. Auf den ersten Blick scheint das aber alles im Rahmen zu sein, oder?

    Gibt es andere Blogs/Seiten zur 3. Liga? Wo kann man sich noch informieren, außer bei handball-world.com?

    Denn was ja totaler Quatsch ist, ist dieses handball.net und seine Spielberichte. Reiner KI-Quatsch und völlig wertlos. Besonders absurd waren die Vorberichte/Berichte am ersten Spieltag. Wer baut sowas ein und denkt das könnte irgendeinen Mehrwert bieten?

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  • Der Handball und das Problem mit der stärksten 2. Liga

    Der Handball und das Problem mit der stärksten 2. Liga

    Der deutsche Handball hat ein viele Probleme. Aber hier soll es erstmal nur um eins gehen und das ist das Problem mit der stärksten 2. Liga der Welt.

    Die Liga entwickelt sich immer weiter, es gibt Übertragungen bei DYN die qualitativ besser werden. Die Standards werden immer höher geschraubt. Und genau das wird offensichtlich immer mehr zum Problem. Denn die Zahl der potentiellen Aufsteiger aus der dritten Liga ist in diesem Jahr erschreckend gering. Es wird nun eine Aufstiegsrunde mit sechs Teams gespielt.

    Aus der 3. Liga Süd möchte in diesem Jahr kein Team aufsteigen.

    In der 3. Liga Süd-West möchte Saarlouis als aktueller Tabellenführer aufsteigen und mein TV Gelnhausen als zweiter der Tabelle hat auch eine Lizenz beantragt. Das war es dann aber auch. Hanau und der Longericher SC haben dankend abgelehnt und damit steht sechs Spieltage vor Rundenende schon fest wer an der Aufstiegsrunde schon fest wer teilnimmt. Für den TVG und Saarlouis ist das nicht ganz schlecht, man kann jetzt planen, gleichzeitig gilt es auch die Spannung hoch zu halten und kommen die Zuschauer trotzdem in die Halle? Wenn es um eigentlich nix geht und vielleicht (verständlicherweise) Spieler geschont werden?

    Einzig in der 3. Liga Nord-West wollen mit TV Emsdetten, ASV Hamm und dem TuS Vinnhorst drei Mannschaften potentiell aufsteigen.

    Wie groß ist eigentlich der unterschied zwischen Liga 2 und Liga 3? Die Gelnhäuser Neue Zeitung schrieb dazu in vor ein paar Tagen folgendes:

    Ein Vergleich sagt alles dazu aus: Ein durchschnittlicher Zweitligist verfügt über einen Spielerkader-Etat von rund 1,2 Millionen Euro. Der TV Gelnhausen hat unlängst offiziell bestätigt, dass sich der aktuelle Gesamt-Etat der Handball-GmbH, der Handball-Abteilung und des Förderkreises auf rund 650.000 Euro beläuft. Die originären Spielerkader-Kosten seien auf circa ein Drittel der genannten Gesamtsumme zu veranschlagen. Insofern würde ein Zweitliga-Aufstieg für den heimischen Renommierklub eine immense Herausforderung darstellen. Zumal in diesem Zusammenhang die strukturellen und kostenintensiven Anforderungen, welche die Handball-Bundesliga (HBL) an ihre Mitgliedsvereine stellt, auch noch zu beachten sind.

    Quelle: TV Gelnhausen muss mit Mammut-Aufstiegsrunde rechnen: Bis zu sechs Spiele!

    Die HSG Hanau hat ausführlicher erläutert, warum die Liga 2 im Moment nicht in Frage kommt. Auch dort werden vor allem die Anforderungen der HBL und das diese im Vergleich zu früher nochmal deutlich gestiegen sind angeführt. Der Schritt komme noch zu früh. (Quelle: GNZ)

    Der Schritt in die 2. Liga ist also riesig und teuer. Denn natürlich müsste der Kader verstärkt werden und rund herum viel getan werden. Das ist ein Wagnis, aber es ist notwendig diesen Schritt irgendwann zumindest zu versuchen. Liegt es an wirtschaftlich unsicheren Zeiten, dass in dieser Saison Vereine reihenweise verzichten oder gibt es ein großes Problem im Handball. Diese Frage sollten sich die Verbände (gemeinsam mit den Vereinen) dringend stellen und versuchen gegen zu steuern.

    Gleichzeitig ist die 2. Liga aber auch zu schwach. Den trotz allem ist es für die Aufsteiger in die 1. Bundesliga nur schwer möglich dort den Klassenerhalt zu schaffen, weil der Sprung nach oben eben auch zu groß ist.

    Ein ähnliches Problem wie in der dritten Liga scheint sich auch in der Regionalliga anzubahnen. Auch hier verzichten Mannschaften auf die Aufstiegschance.

    In der zweiten Frauen-Bundesliga gibt es in diesem Jahr keinen Absteiger, weil niemand aus der dritten Liga nach oben möchte bzw. kann. Auch hier ist das Geld wohl das Hauptproblem.

    Das ist ein fatales Signal auch an die SpielerInnen. Denn für was spielt man denn leistungsorientiert Handball, wenn nicht für Siege, Meisterschaften und Aufstiege? Wie fühlt man sich, wenn man sich das ganze Jahr den Arsch aufreißt um dann um den Lohn gebracht zu werden? Was ist die Folge davon? Verlassen dann Spieler mit höheren Zielen die Vereine und damit werden die Mannschaften schwächer, die Spiele weniger attraktiv und es kommen weniger Zuschauer, dadurch ist man weniger attraktiv für Sponsoren. Das könnte ein Teufelskreis werden.

    Wie könnte die Lösung aussehen? Ich bin ratlos.

    Update vom 10.04.2026:

    Mittlerweile gibt es noch zwei weitere Artikel bei Handball-World zu dem Thema.

    Der Trainer der HSG Konstanz würde die 3. Liga radikal aussortieren und auf zwei Staffeln reduzieren um die Qualität der Liga zu steigern und damit wohl den Sprung in Liga zwei kleiner zu machen. Die HSG Konstanz müsste es eigentlich wissen, denn hier pendelt man schon länger zwischen 2. und 3. Liga. Im Artikel kommt auch der Andreas Tiemann (Spielleitende Stelle der 3. Liga) zu Wort und ordnet das ganze ein. Eine Reduzierung der Liga hält er für möglich, weißt aber auch daraufhin, das damit die Kosten enorm steigen würden. Vor allem vermutlich durch höhere Reisekosten und mehr Spiele als bisher?

    Konstanz-Coach Bader: 3. Liga „radikal aussortieren“

    Heute ist noch ein Artikel mit einer Stellungnahme von HBL-Präsident Schwenker erschienen. Darin erklärt er das Problem aus Sicht der Bundesliga und auch diese Argumentation ist durchaus nachvollziehbar. Auch er bringt eine Reduzierung der 3. Liga ins Spiel um dort das Niveau zu heben und professioneller zu arbeiten und damit die Lücke zur zweiten Liga zu verkleinern.

    Vielleicht wäre eine Reduzierung der dritten Liga tatsächlich eine gute Lösung. Man könnte ja zunächst mal für ein paar Jahre auf 3 Staffeln gehen und dann eventuell auch die Aufstiegsrunde abschaffen in dem es drei Aufsteiger gibt. Oder?

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