Ich bin bisher nicht der größte Freund von E-Bikes gewesen, weil für mich ein Fahrrad bisher mehr ein Sportgerät ist und erst in letzter Zeit auch mal ein Fortbewegungsmittel. Und genau das sind auch E-Bikes ein Fortbewegungsmittel, eigentlich eine eigene Klasse.
Bei Oswald im Blog habe ich gelesen, das E-Bikes die besseren Autos sind. Und irgendwie ergibt das total viel Sinn was Oswald schreibt und ich bin schon sehr gespannt, was bei der Auswertung der neueren Zahlen rauskommt. Denn die Zahlen die in den Studien verwendet wurden, sind von 2017. Also schon ziemlich alt.
Deshalb kauft von mir aus E-Bikes und ersetzt damit Fahrten mit dem Auto. Aber diesen Quatsch mit E-Mountain-Bikes den lasst ihr bitte. Wer den Berg nicht hoch kommt, hat auch nicht verdient runter zu fahren. Punkt!
Am Freitag haben wir im @steinauerlebnispark endlich Finns Kindergeburtstag nachgefeiert. 6 Kinder hatten einen tollen Tag bei Erli. Und für uns Eltern war es auch total stressfrei. War eine gute Entscheidung mit einer kleinen Gruppe was zu machen, statt einer großen Feier Zuhause. Und das beste ist: Wir mussten wenig vorbereiten und Abends nix aufräumen. 10/10 Sternen. 😂
Nein, der Park ist für Eltern aus der Region sicher kein Geheimtipp und vermutlich auch darüber hinaus nicht. Aber es ist ein lohnenswertes Ausflugsziel, an dem auch bei wirklich gutem Wetter der Andrang nicht zu groß ist und außer bei der Sommerrodelbahn nicht mit Wartezeiten gerechnet werden muss. Aber selbst das ist noch im Rahmen.
Und ja, 20 € pro Person ist nicht ganz günstig, aber dafür bekommt man auch einiges. Was kostet denn sonst eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn? Oder Berg- und Talbahn? Kettenkarussell? Indoorspielplatz? Trampolinanlage? Ja, das ist alles mit drin. Und ihr könnt euch euer Essen und Trinken mitbringen (oder zu normalen Preisen im Park kaufen), bzw. sogar kostenlos eine Grillhütte nutze.
p.s. Für mich jedes mal ein Highlight: Es gibt auf dem Spielplatz noch Spielgeräte auf denen ich als Kind schon gespielt habe und das ist ja mittlerweile schon fast 40 Jahre her. Gut, dass ich immer noch ein Kind bin. 🙂
Wer es weniger polemisch mag, der sollte die Erklärung von Prof. Dr. Frauke Brosius-Gersdorf lesen. Besser und sachlicher kann man die Union nicht einsargen:
Öfter mal was neues. Heute zum ersten Mal in meinem Leben geklettert. Also eigentlich heißt der Sport ja Bouldern. Also irgendwie maximal 4m hoch und ohne Sicherung. Ich wollte nur Niklas begleiten und ein bisschen zugucken, aber es hat doch in den Fingern gejuckt, also hab ich mir auch ein paar Schuhe geschnappt und bin die Wände der Boulder Church in Bad Orb (Instagram: @boulder_church) hoch gelaufen. Das ging deutlich besser als erwartet, wenn man das 46 Jahre lang nicht gemacht und doch eine dreistellige Zahl an Kilos mitbringt.
Das war sicher nicht das letzte Mal. Auch wenn mir morgen vermutlich alles weh tut und ich Muskeln entdecke, wo ich nie welche vermutet hätte. Etwas Krafttraining könnte in Zukunft sicher nicht schaden.
Ich finde übrigens so geht Kirche, ohne dieses ganze Jesusgedöns, einfach nur Sport. Tolle Sache da in Bad Orb und es heißt nicht mal irgendwas mit Alea und ein Strauß ist auch nicht zu sehen. Überraschend. Ach und ich war der Älteste. Auch das ist in Bad Orb überraschend.
Deutschland jammert über das Wetter. Es ist zu heiß. Dabei sind es gerade einmal 38° Grad heute. Darüber werden wir in 10-15 Jahren vermutlich lachen.
Deutschland jammert über die Wärmepumpe. Deutschland jammert über hohe Spritpreise, über Parkplätze die wegfallen, wenn man eine Stadt fahrradfreundlicher gestaltet oder gar an das veränderte Klima anpasst. Deutschland jammert über die Grünen. Deutschland jammert natürlich über das Gendern. Warum? Weiß keiner so genau.
Deutschland jammert über Flüchtlinge. Von denen in Zukunft ein guter Teil nach Europa flüchtet, weil der Klimawandel in ihrer Heimat ein Leben unmöglich macht, wird ignoriert.
Deutschland jammert über 1000 andere Dinge.
Deutschland jammert gerne und ändert deshalb nix. Außer jammern.
Oswald Prucker hat mich auf Mastodon (das gehört zum Beispiel auch zum Fediverse und ist ein Microblogging-Dienst, so wie es Twitter früher einmal war) auf dieses Video aufmerksam gemacht:
Elena Rossini erklärt in wenigen Minuten auf Englisch was das Fediverse ist und warum es so toll ist und eigentlich sofort aus der Nerdecke/Nische raus müsste. Das ganze geht natürlich auch mit deutschen Untertiteln.
Das Video liegt übrigens nicht wie so viele Videos bei Youtube, sondern natürlich auch im Fediverse, nämlich bei Peertube. Das ist die Videoplattform. Bietet ähnliche Funktionen wie die großen Platzhirschen, gehört aber keinem Platzhirsch.
Oswald hat in seinem Blog auch ein paar Worte zum Video geschrieben, schaut da gerne mal rein:
Oswald findet das die großen Vorteile des Fediverse (Interoperabilität und vor allem das Fehlen von Algorithmen) auch gleichzeitig die größten Nachteile sind. Das stimmt für mich nur in Teilen. Natürlich macht das Fehlen von Algorithmen das ganze auf den ersten Blick etwas langweiliger, weil wir (bzw. viele) es einfach gewohnt sind, dass wir irgendwelche mehr oder weniger passenden Inhalte von anderen präsentiert bekommen.
Ich persönlich bin immer darüber verwundert, denn ich habe in allen Netzwerken soweit es mir möglich ist alle Vorschläge ausgeschaltet und die Timeline auf Twitter immer Chronologisch sortiert und auf meine Follower begrenzt. Die meiste Zeit mit einer Drittanbieter-App und am Ende soweit es ging über die Twitter-App. Ich hatte also in meinem digitalen Zuhause (ja, das war Twitter und das Elon leider zerstört) nie den Algorithemquatsch. Vielleicht stört mich das deshalb im Fediverse so wenig. Ich vermisse nämlich nix. 🙂
Probiert es doch einfach mal aus. Wenn ihr auf Instagram seid, dann schaltet die Vorschläge mal für 30 Tage auf stumm. Ihr seht soviel weniger Schrott. Es ist herrlich.
Die Interoperabilität macht es leider schon etwas nerdiger und unübersichtlich, da bin ich ganz bei Oswald. Aber zum Glück findet man eigentlich immer schnell irgendwo Hilfe. Also ran da!
Dieses Blog ist übrigens auch im Fediverse, als eigene Instanz postet sie jeden Beitrag auf Mastodon und kann sogar abonniert werden:
Blog von @janlauer@ https://mstdn.social/@JanLauer
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Wir sehen uns im Fediverse.
P.s. Und den Oswald sehe ich hoffentlich bald mal im Rahmen der D64-Klassenfahrt. Über diesen wunderbaren Verein kenne ich Oswald nämlich. D64 betreibt für seine Mitglieder übrigens eine eigene Mastodon-Instanz und ist also auch im Fediverse zu hause. Ich sag ja, toller Verein.
Sicheres Fahrrad fahren in Gelnhausen ist eher schwierig bis unmöglich. Es gibt jetzt bald einen zweiten Fahrradstreifen in Gelnhausen. Wow. Allerdings denken viele AutofahrerInnen: Ach dann muss ich ja keinen Abstand halten. Etwas gutes hat das die schlechte Radinfrastruktur aber doch, denn die Jungs lernen immer sehr viele Schimpfwörter, wenn wir durch Gelnhausen fahren.
Es gibt ja andere Städte und Länder, die es uns vor machen. Aber die deutsche Politik ist ja schlauer als die NiederländerInnen oder die Pariser Bürgermeisterin, warum also gut erprobte und erforschte Projekte nicht als Beispiel nehmen? Wegen der armen Autos und es kostet Parkplätze. Und dann schreien/jammern ja auch immer noch die Handelsverbände, Stadtmarketingvereine und EinzelhändlerInnen. Die KundInnen bleiben ja weg, wenn sie nicht mit dem Auto ins Geschäft fahren können. Das ist zwar ziemlicher Quatsch. Aber das ist egal. Es geht ja ums heilige deutsche Blechle. Da muss das Klima schonmal Rücksicht nehmen. Und überhaupt, wenn es so warm wird, dann schafft man es ja auch gar nicht mehr zu Fuß oder mit dem Rad in die Geschäfte und Cafes, oder?
Was man übrigens völlig vergessen hat in Gelnhausen ist die Begrünung der neugemachten Straße mit Fahrradstreifen. Gut, das sich das Klima nicht verändert und es nicht wärmer wird in Zukunft. Da braucht man keine Bäume und keinen Schatten. Und bis die Straße fertig ist, dürfen die AutofahrerInnen natürlich selbstverständlich den Rad/Fußweg an der Bleiche nutzen, ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Der Bauhof hat einfach das Verbotsschild überklebt und alles ist super. Also außer für Familien mit Kindern, SchülerInnen, RentnerInnen die dort sehr zahlreich unterwegs sind. Da muss schon verständnis haben für das Heilige Blechle. Beten schadet dort auch nicht als FußgängerIn.
Es gibt noch viel zu tun, in Gelnhausen und der Welt. Also fangen wir im kleinen damit an. Unterstützen wir Demos, schauen wo wir selbst etwas tun können um möglichst wenig Schaden an unserer Umwelt anzurichten. Natürlich können wir nicht alleine die Welt retten, aber wir können es ja wenigstens versuchen.
Und jetzt nochmal ganz ernsthaft: Danke an die People for Future Gelnhausen für eure Arbeit und euer Engagement.
Wenn der Faschismus kommt, scheint noch immer die Sonne. Die Vögel singen. Sie gehen zur Arbeit. Alles ist normal. Nur trans Menschen verlieren ihre Rechte. Und Asylsuchende. Und Immigranten. Und Behinderte. Und Muslime. Und Juden. Und linke Journalisten. Und dann andere Journalisten. Und ich. Und Sie. Und niemandem ist mehr klar, wann es eigentlich zu spät wurde.
Sie spricht davon, dass die Konservativen schonmal gegen ein Verbot einer faschistischen Partei waren und zwar im Jahr 1930. Es gab von der SPD Bestrebungen die NSDAP zu verbieten, aber die Konservativen wollten sie lieber politisch stellen.
Das kommt euch bekannt vor? Ja, die Argumente heute sind ganz ähnlich. Noch ist es nicht zu spät. Aber viel Zeit bleibt uns wohl nicht mehr.
Lest euch die Rede durch, schaut sie euch an. Sie ist wichtig und sie ist richtig.