In diesem Jahr sollte eigentlich ein Jahr zum Feiern fĂŒr die handballspielenden Frauen und alle Handballfans werden. Denn immerhin haben wir in ein paar Monaten eine (halbe) Heim-Weltmeisterschaft.
Aber vor zwei Wochen platzte in Ludwigsburg die Bombe und die HB Ludwigsburg meldete Insolvenz an. Und am Montag kam dann der nÀchste Schlag: Die Spielerinnen sind nicht mehr an die VertrÀge gebunden und können sofort wechseln. Die Rettung ist gescheitert, vielleicht kann man noch mit einem Rumpfteam in der HBF an den Start gehen. Und wir reden hier ja nicht von irgendeinem Verein, sondern dem erfolgreichsten der letzten Jahre. Scheinbar ist es in Deutschland nicht möglich auf einem professionellen Niveau Leistungssport zu betreiben, zumindest nicht wenn man eine Frau ist. Das ist traurig.
Seit einigen Monaten gibt es bei Handball-world regelmĂ€Ăig die sehr lesenswerte Kolumne „Her Side of the Game“ von Josefine Schneiders. Heute ist ein neuer Text zu Ludwigsburg und den möglichen Lehren daraus erschienen.
Der Fall Ludwigsburg(s): Schock, Wut, Ungewissheit, und was jetzt passieren muss
Ich finde da steckt sehr viel richtiges drin und es ist unbedingt notwendig endlich VerĂ€nderungen zu erreichen. Sonst sieht es mit dem Frauen-Handball und dem Handball allgemein bald noch sehr viel dĂŒsterer aus. Lest diese und die anderen Kolumnen!
Es muss sich etwas verĂ€ndern und zwar politisch, gesellschaftlich und auch auf Verbandsebene. Es braucht Sponsoren die sich zum Handball und vor allem zur Frauen-Bundesliga bzw. den Vereinen bekennen. Und natĂŒrlich braucht es auch eine Professionalisierung bei den Vereinen, aber da sind wir wohl wieder beim Henne/Ei-Problem. Wie professioneller werden, wenn kein Geld da ist.
Aber wir können alle was tun, jeder einzelne Handballfan:
Geht in die Hallen!
Besucht doch mal den Bundesligisten in der NĂ€he. UnterstĂŒtzt damit die Vereine und SpielerInnen! Es ist deutlich gĂŒnstiger als ein Besuch eines HBL-Spiels, aber der Sport ist genauso gut.
Folgt den Teams!
Folgt den Teams und den Spielerinnen auf Social-Media. Zeigt ihnen das der Content interessiert und steigert die Reichweite der Beteiligten. Auch das hilft den Vereinen und Menschen bei der Vermarktung und fĂŒr euch ist es kein Aufwand!
Schaut die Spiele auf DYN!
Ihr habt ein DYN-Abo? Dann schaut die Spiele der Handball-Bundesliga der Frauen auf DYN. Es lohnt sich! Die QualitĂ€t der Ăbertragung ist zwar leider oft noch grenzwertig und die Kommentatoren kommen immer vom Heimverein. Aber die Spiele machen trotzdem SpaĂ und sind unterhaltsam. Also ruhig mal rein schauen. Ich habe im letzten Jahr soviel Frauenhandball geschaut wie noch nie. Probiert es mal aus.
Und was können wir noch tun? Habt ihr Ideen, dann schreibt es in die Kommentare.
Ich bin ĂŒbrigens gar nicht so sicher, ob das wirklich nur die Frauen beim Handball betrifft, oder ob die Lage bei den MĂ€nnern nicht genauso fragil ist. Man muss nur nach Hamburg schauen, dort wird regelmĂ€Ăig ums Ăberleben gekĂ€mpft und auch andere Vereine (z.B. die Rhein-Neckar-Löwen) haben so ihre Probleme. Es hĂ€ngen vermutlich nur mehr Nullen an den Zahlen.
Aber das ist ein anderes Thema. Genauso wie die Entwicklung des Handball, auĂerhalb Europas. Da schauen wir vielleicht auch mal drauf. Wenn ich Lust und Zeit habe.


















































